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Fünf-Achs-Simultanfräsen und automatische Werkstückzuführung

Die vhf camfacture AG hat auf der Internationalen Dental-Schau (IDS) in Köln zwei neue Modelle seiner erfolgreichen Impression-Baureihe vorgestellt. Die CAM 5-S1 Impression zeichnet sich vor allem durch fünf simultan arbeitende Achsen aus. Durch eine zweite Drehachse (B-Achse) mit einem Neigungswinkel von bis zu ± 30 Grad können Hinterschnitte problemlos gefräst werden. Die CAM 5-S2 Impression bietet zusätzlich eine automatische Werkstückzuführung für bis zu acht Blanks.

Bei der Entwicklung dieser beiden neuen Maschinen sollten die Erfolg bringenden Merkmale der seit 2010 angebotenen K-Modelle beibehalten werden: die einfache Bedienung, der kompakte Aufbau, die qualitativ hochwertige Ausführung und ein sehr attraktiver Preis. Gleichzeitig sollten die neuen Maschinen gegenüber den vierachsigen Ausführungen neue Bearbeitungsmöglichkeiten eröffnen und zusätzlichen Komfort bieten.

Um ein solides Fundament für die hochpräzise Mechanik zu schaffen, besteht das Maschinenbett der S-Modelle aus einem einzigen massiven Gussteil. Dadurch erhalten diese Maschinen eine extreme Stabilität bei minimalen äußeren Abmessungen, Vibrationen werden reduziert und die Mechanik ist bestens geschützt. Dieses gegossene Maschinenbett ist gleichzeitig Voraussetzung für eine nachrüstbare Nass-Schleif-Option, um auch Arbeiten aus Glaskeramik herstellen zu können.

Abgesehen von der fünften Achse und dem gegossenen Maschinenbett unterscheiden sich die beiden S-Modelle von den K-Modellen vor allem durch eine leistungsstärkere und noch präzisere Synchronspindel mit einem vierfachen Hybridkeramikkugellager und einer Nennleistung von 300 Watt bei Dauerbelastung. Die automatische Wechselstation für nun 16 Werkzeuge kann zusätzlich zu den für den aktuellen Fräsauftrag benötigten Exemplaren mit Schwesterwerkzeugen bestückt werden, die bei Verschleiß automatisch eingewechselt werden. Alternativ lässt sich das Magazin natürlich auch mit Werkzeugen für unterschiedliche Materialien bestücken.

Darüberhinaus leisten noch einige weitere technische Finessen wertvolle Dienste im Praxisalltag. Ein kleiner Auszug: Das Arbeitsraum-Sperrluftkonzept, das während des Fräsens für einen permanenten Unterdruck sorgt, schützt die Mechanik vor Frässtaub und minimiert so den Verschleiß und Wartungsaufwand beträchtlich. Der Einmesstaster für die Längenbestimmung der Werkzeuge reagiert auf Druck statt elektrischen Kontakt – dadurch wird die Verwendung diamantierter Werkzeuge möglich. Und schließlich sind sowohl die neuen Maschinen als auch die standardmäßig mitgelieferte Fertigungssoftware DentalCAM?5 für das Fräsen von Nicht-Edelmetallen (NEM) auf Kobalt-Chrom-Basis ausgelegt.

Wer es gerne noch komfortabler möchte, dem empfiehlt sich die CAM 5-S2 Impression, die zusätzlich mit einem Blankwechsler für acht Ronden ausgestattet ist. Über eine weitere Frontklappe wird der Wechsler mit Rohlingen bestückt. Der richtige Rohling für den Fräsauftrag wird dann bei Bedarf automatisch der Maschine zugeführt.

Im Dezember 2012 konnte man auf der Euromold in Frankfurt bereits einen ersten Blick auf die Prototypen der neuen Impression-Modelle werfen. Auf der IDS, die im März 2013 in Köln stattfand, wurde dem Fachpublikum bereits die serienreife Ausführung der CAM 5-S1 Impression vorgestellt. An der CAM 5-S2 Impression wird derzeit noch der letzte Feinschliff vorgenommen, um sie in Kürze an die OEM-Partner und Fachhändler ausliefern zu können.

Fräsmaschine CAM-5-S1 Impression mit fünf simultan arbeitenden Achsen

Fräsmaschine CAM-5-S1 Impression

Detailansicht des Innenraums einer CAM 5-S1 Impression

Mit schräggestellten Achsen, rechts auf der B-Achse befindet sich der Werkzeugwechsler mit 16 Stationen.

Detailansicht des Innenraums einer CAM 5-S1 Impression

Fräsmaschine CAM-5-S2 Impression

Hinter der zusätzlichen kleineren Klappe auf der linken Seite befindet sich der Blankwechsler für acht runde Universalblanks.

Fräsmaschine CAM-5-S2 Impression