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Werkstücknivellierung

Elektronische Werkstücknivellierung
Elektronische Werkstücknivellierung zum Ausgleich von Materialtoleranzen (hier links neben der Spindel montiert).

Dieser elektronische Messtaster eliminiert Materialdickentoleranzen. Die Steuerelektronik wertet dabei das Höhenprofil aus und hebt oder senkt die z-Achse entsprechend, so dass die Eintauchtiefe des Werkzeugs an jeder Position des Werkstücks genau dem eingestellten Wert entspricht.

Insbesondere bei Aufgaben wie der Lichtfluterherstellung liegt der Nutzen auf der Hand. Da die Materialstärke von gegossenem Acrylglas eine Toleranz von etwa 10 % aufweist, werden Gravuren ohne Nivellierung oft unregelmäßig, da konische Werkzeuge mal tiefer und mal weniger tief eintauchen.

Die Werkstücknivellierung schafft hier optimal Abhilfe, indem sie das Hartmetallwerkzeug je nach Oberflächenbeschaffenheit dreidimensional mitführt. Das Ergebnis sind gleichmäßige Gravuren.

Die Nachteile einer mechanischen Tiefenregulierung – Beschädigung empfindlicher Werkstücke durch Schleifen der Abtastvorrichtung auf dem Werkstück – entfallen bei dieser elektronischen Lösung vollständig. Zudem ist sie auf allen Materialien einsetzbar, da die Oberfläche über einen Präzisionstaster vermessen wird.

Dies funktioniert auch bei stark reflektierenden oder durchsichtigen Materialien, wo eine optische Höhenvermessung eventuell Schwierigkeiten bekommt.

Technische Daten

  • Präzisionstaster, Genauigkeit: ± 0,01 mm
  • Ausgleich von Materialtoleranzen
  • über Software definierbare Anzahl von Messpunkten in x- und y-Richtung
  • Kalkulation des Höhenprofils durch die Steuerelektronik
  • durch punktweise Abtastung keine Beschädigung empfindlicher Werkstücke
  • mit allen Spindeln einsetzbar

Funktionsweise

Arbeiten ohne Werkstücknivellierung
Arbeiten ohne Werkstücknivellierung – Die fest eingestellte Eintauchtiefe führt bei Materialunebenheiten dazu, dass beim Gravieren an erhöhten Stellen zu tief in das Werkstück eingetaucht wird, während es an tieferen Stellen eventuell gar nicht mehr berührt wird.
Arbeiten mit Werkstücknivellierung
Arbeiten mit Werkstücknivellierung – Das vor der Bearbeitung gemessene Höhenprofil sorgt dafür, dass die z-Achse entsprechend mitgeführt wird und so an allen Stellen des Werkstücks eine gleichmäßige Eintauchtiefe sichergestellt ist.